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Energieeffizient Bauen und Sanieren: Was ändert sich 2016?

Dezember 2015

Das sind die Neuerungen in EnEV und KfW-Förderung - ein Interview mit Geschäftsführer Wolfgang Grave

Nachhaltiges Bauen ist mehr als nur ein Trend. Für viele Bauherren gilt es heute als Selbstverständlichkeit bei Neubau oder Sanierung von Wohngebäuden. Denn die Verwendung natürlicher Baustoffe, erneuerbarer Energien und eines hohen Wärmeschutzes verspricht auf Dauer viele Vorteile für den Wohnkomfort, die Gesundheit und nicht zuletzt die Betriebskosten.

Zum 1. Januar 2016 kommen auf Bauherren und Planer nun einige Neuerungen bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben (EnEV) zu. In Folge der höheren energetischen Anforderungen ändern sich zudem ab dem 1. April 2016 die Förderstandards des KfW-Programms "Energieeffizient Bauen".

Hintergrund

Seit 2002 gelten durch die Energieeinspar­verordnung (kurz EnEV) gesetzliche Vor­gaben, die nachhaltiges Bauen fördern sollen. Da rund 35 Prozent des Energie­verbrauchs und rund ein Drittel der Treibgasemissionen in Deutschland aus dem Gebäudebereich stammen, sind nur so die Klimaschutzziele bis 2050 mit einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Zusätzlich fördert daher die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) entsprech­ende Bauvorhaben mit besonders zins­günstigen Krediten.

Die aktuell gültige EnEV stammt vom 1. Mai 2014. Aufgrund der langen Planungszeiten in der Bau­branche erfolgen Verschärfungen und Neuerungen in der Regel im Zwei-Jahres-Abstand.


Herr Grave, Sie sind als Geschäftsführer der Grave Holzbauvertrieb GmbH mit den Anforderungen der EnEV vertraut. Was muss man sich als Laie darunter vorstellen?

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Vergleichbar: Zu jedem Neubau gibt es nach der EnEV 2016 ein virtuelles Referenzgebäude, das die Richtwerte vorgibt.

Die EnEV regelt seit 2002 gesetzlich, wie beheizte oder klimatisierte Gebäude gedämmt sein müssen und welche Standards bei der Heizungs- und Klimatechnik eingehalten werden müssen. Besonders bei Neubauten soll so der Energiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung - die so genannte Primärenergie - reduziert werden. Dabei wird berücksichtigt, welche Auswirkungen die jeweilige Technik auf die Umwelt hat. Auch die Luftdichtheit eines Gebäudes spielt eine Rolle.


Wer ein Wohnhaus neu baut, nach 2002 ein Ein- oder Zweifamilienhaus erworben hat oder umfassend renoviert und modernisiert, muss die Anforderungen der EnEV einhalten. Wir als Fachunternehmen weisen die Kunden natürlich auf die geltenden Regelungen hin.

Was ändert sich nun im kommenden Jahr?

Wenn man den EnEV-Mindeststandard eingehalten hat, konnte man bisher für Heizung und Warmwasserbereitung in etwa mit einem Verbrauch von 60 bis 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr rechnen.

    Änderungen EnEV 2016
  • Energieeffizienz +25%
  • Wärmeschutz +20%

Nun steigen die Anforderungen an die Energieeffizienz um 25 Prozent, der Wärmeschutz der Gebäudehülle muss sich um rund 20 Prozent verbessern. In einem virtuellen Referenz-Gebäude, das einem geplanten Neubau entspricht, ist dann genau festgelegt, welcher Bedarf an Primärenergie jährlich erlaubt ist.

Wie muss man sich dieses Referenzhaus vorstellen?

Es hat die gleiche Form, Größe, Nutzfläche, Ausrichtung etc. wie das geplante Wohnhaus. Eine Tabelle gibt dann vor, welche Werte für Luftdichtheit und Wärmedurchlässigkeit der Bauteile erlaubt sind, welcher Sonnenschutz benötigt wird und wie die technische Ausstattung aussehen kann. So sollen alle Faktoren bei der Energieeinsparung berücksichtigt werden. Bei der EnEV 2014 konnte man bisher auch mit geringerer Dämmung noch den Gesamtwert einhalten, nur weil eine umweltfreundliche Heizanlage gute Werte brachte.

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Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung: Damit wird der erforderliche Wärmedämmwert bei Fenstern laut EnEV 2016 erfüllt.


Betrifft mich die Änderung auch, wenn mein Haus schon entsprechend der EnEV 2014 geplant ist, aber vielleicht wegen der Wetterlage erst 2016 gebaut werden kann?

Nein, entscheidend ist das Datum des Bauantrags oder der Bauanzeige nach dem 1. Januar 2016.

    Anforderung bis Ende 2015
  • Geschossdecken zu Dachräumen dämmen

Nur wenn weder Anzeige noch Genehmigung benötigt werden, ist der Beginn der Bauausführung entscheidend. Allerdings gibt es eine EnEV-Verordnung die schon zum Ende 2015 gilt: Wer nach 2002 einen Wohnhaus-Neubau erworben hat, muss bis zu diesem Zeitpunkt die oberste Geschossdecke zu unbeheizten Dachräumen so dämmen, dass sie den Mindestwärmeschutz aufweisen. Daran sollte man denken - zumal Verstöße gegen die EnEV von den Behörden auch mit einem Bußgeld geahndet werden können.

Zum 1. April 2016 ändert sich dann zusätzlich auch das Förderangebot der KfW. Worauf ist hier zu achten?

Bisher konnte man sich Neubauten, Erwerb und Anbau von Wohngebäuden fördern lassen, die die technischen Mindestanforderungen an die drei KfW-Effizienzhaustypen erfüllten. Diese Typen ändern sich jetzt. Das bisherige Effizienzhaus 70 entspricht nun ungefähr dem Mindeststandard der EnEV und wird daher nicht mehr gefördert. Für die zweite Stufe, das Effizienzhaus 55 (das nur 55 Prozent des Energiebedarfs eines EnEV-Standardhauses hat) gibt es ein einfacheres Nachweisverfahren für die Sachverständigen.

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Wärmedämmung beim Block- und Elementhaus: Anforderungen an die Gebäudehülle steigen um 20 Prozent.


Zusätzlich gibt es nicht mehr nur das Effizienzhaus 40, sondern auch 40 Plus. Darin wird ein großer Teil des Energiebedarfs direkt am Haus erzeugt und gespeichert, etwa durch Hausbatterien für den in der Photovoltaikanlage erzeugten Strom.

Empfehlen Sie Ihren Kunden diese Fördermöglichkeit?

Selbstverständlich. Mit der KfW-Förderung können ein Großteil der Baukosten ohne Grundstück finanziert werden, mit bis zu 100.000 Euro Darlehen pro Wohneinheit. Sinnvoll ist auch der Sanierungskonfigurator des Bau- und Wirtschaftsministeriums.

    KfW-Förderung ab 1.4.2016
    Bis 100.000 ¤ pro Wohneinheit für:
  • KfW-Effizienzhäuser 55, 40 oder 40Plus
  • (Effizienzhaus 70 entfällt)

Damit kann man die Kosten für energetische Sanierungen und die zu erwartenden Einsparungen einschätzen und sich über staatliche Förderprogramme informieren. Es lohnt sich immer, möglichst nach zukünftigen Effizienzstandards zu bauen. Die steigenden Energiepreise und der drohende Wertverlust machen die höheren Anschaffungskosten schnell wieder wett.

Was denken Sie, wie sich die Effizienzstandards zukünftig entwickeln werden?

Eine neue Fassung der EnEV muss es schon 2017 wieder geben, weil die Bundesregierung die Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie einführen muss. Dann wird es ein so genanntes "Niedrigstenergiegebäude" geben, das ab 2021 europaweit die Mindestanforderung ist. Die KfW wird sich dem anpassen, die Förderungen werden also an immer höhere Anforderungen geknüpft sein. Das sollte man als Bauherr berücksichtigen, wenn man langfristig plant. (tag)

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